Micron Document
____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|


The NomadNet German Wikipedia | Archives | Info
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b

🔍 Search

ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ

Nouakchott
──────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────
top
Nouakchott (französisch [], arabisch Ù†ÙˆŰ§ÙƒŰŽÙˆŰ·, DMG NawākĆĄĆ«áč­, deutsch auch Nuakschott) ist die Hauptstadt Mauretaniens. Mit ĂŒber einer Million Einwohnern ist sie die mit Abstand bevölkerungsreichste Stadt mit dem zweitgrĂ¶ĂŸten Hafen des Landes.

Die verkehrsgĂŒnstige Lage Nouakchotts am Atlantischen Ozean im SĂŒden des Landes wurde 1958 ausgewĂ€hlt, um an der Stelle eines Dorfes mit 500 Einwohnern am Ende der französischen Kolonialzeit eine Hauptstadt fĂŒr das unabhĂ€ngig werdende Land zu errichten. Bei der UnabhĂ€ngigkeit 1960 lag die Einwohnerzahl noch im vierstelligen Bereich; durch Landflucht infolge von Wirtschaftskrisen und DĂŒrreperioden in den 1970er und 1980er Jahren ist sie seither weitgehend ungeplant auf ĂŒber 1.440.000 im Jahr 2023 gestiegen. Ein Großteil der Zugezogenen lebt fern dem nach westlichem Muster geplanten GeschĂ€ftszentrum in weitlĂ€ufigen Quartieren in BilligunterkĂŒnften mit einer in allen Bereichen unzureichenden Infrastruktur.

Nouakchott bildet drei der fĂŒnfzehn Regionen Mauretaniens, Nouakchott Nord, Nouakchott Ouest und Nouakchott Sud.

Contents

‱ Geschichte
‱ Stadtbild
‱ Trinkwasser
‱ Abwasser
‱ Verkehr
‱ Hafen
‱ Kultur
‱ Sport
‱ Literatur
‱ Weblinks

──────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────

Lage und Klima

Nouakchott ist umgeben von der sĂŒdwestmauretanischen Region Trarza, deren nördlicher Teil zum WĂŒstengĂŒrtel der Sahara gehört. Die Stadt liegt auf der geografischen Breite von 18° und damit etwas nördlich des Übergangsbereichs von den sĂŒdlichen Grasebenen der Trockensavanne zur Sahara. GrĂ¶ĂŸere Gebiete werden durch weiter vordringende SanddĂŒnen charakterisiert, die parallel zum ganzjĂ€hrig von Nordosten nach SĂŒdwesten wehenden Passatwind ausgerichtet sind. Diese Luftströmung treibt das warme OberflĂ€chenwasser von der KĂŒste ab und bringt kĂŒhles Meerwasser aus der Tiefe nach oben. Dadurch bleibt die Lufttemperatur im KĂŒstenbereich gegenĂŒber dem wĂŒstenheißen Landesinnern geringer und mit Tagesschwankungen zwischen 20 und 35 °C relativ konstant. Die NiederschlĂ€ge betragen im Jahresdurchschnitt 150 Millimeter. Sie fallen zwischen Juli und September als Sommerregen und verdunsten zum großen Teil. In MeeresnĂ€he sorgen eine höhere Luftfeuchtigkeit und Nebelschleier fĂŒr einen Bewuchs mit Gras und BĂŒschen, der in einigen Außenbezirken die Stadt begrenzt. Nouakchott befindet sich an einem fĂŒr Mauretanien klimatisch gĂŒnstigen Standort. Gelegentlich ĂŒberfluten heftige RegenfĂ€lle die Straßen und tiefer gelegene Wohngebiete.

Ein wenige Meter hoher KĂŒstenstreifen mit SanddĂŒnen trennt die tief gelegene flache Ebene dahinter vom Meer. Die obere Bodenschicht besteht aus quartĂ€ren Sanden, die mit Muschelkalk vermischt sind. An manchen Stellen haben sich Evaporite abgelagert. Die höchste Erhebung im Stadtgebiet betrĂ€gt 31 Meter, die ĂŒberwiegende StadtflĂ€che liegt drei bis zehn Meter hoch. Dazwischen befinden sich zahlreiche kleinere Senken unter drei Metern Höhe ĂŒber dem Meer.

Der Standort als Hauptstadt wurde hauptsĂ€chlich nach zwei Kriterien ausgewĂ€hlt: zum einen die Lage ungefĂ€hr in der Mitte zwischen der senegalesischen Hauptstadt Dakar, in der die Verwaltung von Französisch-Westafrika ihren Sitz hatte, und der Hafenstadt Nouadhibou. Der GrenzĂŒbergang zum sĂŒdlich gelegenen Senegal in Rosso ist 203 Kilometer entfernt.

Der andere Auswahlgrund war politisch. Die Hauptstadt sollte ein völkerverbindendes Symbol werden. Um keine Gruppe zu bevorzugen, schien eine „neutrale“ Lage zwischen dem Siedlungsraum der arabisch-berberischen Bidhans im Norden und dem Gebiet der schwarzafrikanischen Soudans am Senegalfluss geeignet.

Geschichte

Bis zur ersten HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts

Aus mehreren Stammesgruppen der nomadisierenden Bidhans bildete sich im Laufe des 18. und 19. Jahrhunderts das Emirat Trarza als eine von vier politischen Einheiten im Gebiet des heutigen Mauretanien, dessen Herrscher ĂŒberwiegend zu den BanÄ« Hassān gehörten und den seit der Almoravidenzeit eingebĂŒrgerten Titel Emir beanspruchten.

Das französische Kolonialgebiet erstreckte sich um 1900 bis zum Senegalfluss als nördlicher Grenze. Die von den mauretanischen Emiraten gelieferten Waren exportierten die Franzosen im 19. Jahrhundert ĂŒber Saint-Louis und andere HĂ€fen im Senegal. Dazu gehörte insbesondere Gummi arabicum, das im SĂŒdwesten ĂŒberwiegend aus den Verek-Akazien-WĂ€ldern um Boutilimit gewonnen wurde. Die beiden von den EuropĂ€ern an der mauretanischen KĂŒste angelegten HandelsplĂ€tze Portendik (anfangs „Marsa“, 40 Kilometer nördlich Nouakchott) und Arguin (sĂŒdlich Nouadhibou) waren bereits Anfang des 19. Jahrhunderts aufgegeben worden.

1902 unterzeichnete der französische MilitĂ€rfĂŒhrer Xavier Coppolani mit dem Scheich von Boutilimit einen Friedensvertrag, der Trarza und weitere Gebiete im SĂŒden in den französischen Einflussbereich brachte. Freundlich gesinnte StammesfĂŒhrer, die sich freiwillig unterordneten, wurden von den Franzosen – wie zuvor schon im Senegal – gefördert. Die militĂ€rische Niederschlagung von AufstĂ€nden im restlichen Land dauerte bis in die 1920er Jahre. Bis zur UnabhĂ€ngigkeit Mauretaniens lag der Sitz der französischen Verwaltung im senegalesischen Saint-Louis; die von den Franzosen angelegten MilitĂ€rstationen wurden nur zu kleineren regionalen Verwaltungszentren ausgebaut. FĂŒr die französische KolonialbĂŒrokratie bestand keine Notwendigkeit, in Mauretanien eine Hauptstadt zu grĂŒnden, da das Land im Vergleich zum französischen Kolonialbesitz in der Sudanregion nur geringe wirtschaftliche Bedeutung besaß. Entsprechend gering waren die Investitionen in Infrastruktur und Staatsaufbau.

Eines dieser kleinen Verwaltungszentren war Nouakchott, ĂŒbersetzt „Platz der Winde“. Aus einem alten Nomadenlager entstand in der Kolonialzeit ein kleines Dorf um einen MilitĂ€rstĂŒtzpunkt. Der 1903 angelegte erste MilitĂ€rposten wurde 1908 wieder aufgegeben und 1929 ein zweites Mal gegrĂŒndet.cite-ref-1[1] Die befestigte Siedlung (allgemein Ksar) hatte 1957 etwa 500cite-ref-hodges-s-261-2-0[2] (oder 2000cite-ref-3[3]) Einwohner.

HauptstadtgrĂŒndung

Der französische Gouverneur Mauragues brachte Anfang 1957 einen ersten Entwurf fĂŒr die zukĂŒnftige Stadt auf den Tisch. Ein zweiter Plan stammte vom Direktor fĂŒr staatliche Investitionen in den Kolonialgebieten, Hirsch. Beim ersten Plan war weder ein erfahrener Architekt beteiligt noch wurden die lokalen Gegebenheiten berĂŒcksichtigt. Der zweite war nicht ausreichend detailliert ausgearbeitet. Im Mai 1957 folgte ein dritter Planungsvorschlag, der von Cerutti Marri, dem leitenden Architekten der französischen Kolonialbehörde in Dakar, ausgearbeitet war. Dieser Entwurf ging mehr ins Detail und fasste die beiden frĂŒheren PlĂ€ne weitgehend zusammen. Ein anderer Architekt der Verwaltung in Dakar namens Lainville lieferte noch einen weiteren Plan. Am 4. Juli 1957 beschloss die französische Generalversammlung der Kolonien, den Plan von Lainville mit einigen VerĂ€nderungen anzunehmen. Im MĂ€rz 1959 wurden die Architekten Leconte und Lafon beauftragt, den Lainville-Plan nach neuer Maßgabe zu ĂŒberarbeiten.cite-ref-4[4]

Am 5. MĂ€rz 1958 legte Moktar Ould Daddah, der von den Franzosen zu dieser Zeit fĂŒr die PrĂ€sidentschaft des zukĂŒnftig unabhĂ€ngigen Landes bestimmt war, den Grundstein fĂŒr die Hauptstadt an der Stelle des heutigen PrĂ€sidentenpalastes.cite-ref-5[5] Grund und Boden waren in Besitz der Ehel Bouhoubeini und der Ichouganen, Untergruppen des Tendgha-Stammes, und gingen gegen EntschĂ€digungen in öffentlichen Besitz ĂŒber. FĂŒr den Baubeginn standen zunĂ€chst 1,5 Milliarden CFA-Franc bereit, davon 700 Millionen von den neuen mauretanischen Behörden und 800 Millionen vom französischen Entwicklungsfonds Fonds d’Aide et de CoopĂ©ration Française. In einem ersten Bauabschnitt wurden etwa 40 kleine Villen, eine Krankenstation und eine Schule errichtet, die zunĂ€chst dem Parlament als Versammlungsort diente.cite-ref-6[6] Der Bau des ersten Gymnasiums (LycĂ©e Daddah) dauerte von 1959 bis 1964.cite-ref-7[7]

Das von den Mustern französischer KolonialstĂ€dte inspirierte Planungsergebnis sah zwei Zentren vor, im Norden Verwaltungsbauten und Wohngebiete fĂŒr die Bessergestellten sowie im SĂŒden ein Viertel fĂŒr die einfache Bevölkerung mit einem Souk. Der Entwurf von Leconte, im MĂ€rz 1959 als gĂŒltig angenommen, war fĂŒr maximal 15.000 Einwohner ausgelegt, da Moktar Ould Daddah der Meinung war, dass die Bevölkerung und die Wirtschaftsbetriebe sich anderswo ansiedeln wĂŒrden. Bis zur UnabhĂ€ngigkeit am 28. November 1960 war das Stadtzentrum in AnsĂ€tzen fertig.cite-ref-8[8]

Das Grundkonzept bestand aus einem GerĂŒst von zwei sich kreuzenden Avenuen. Im Zentrum der neuen Medina westlich des alten Ksar-Dorfes sollte eine Moschee liegen und ein zentrales Viertel fĂŒr Handel und Verwaltung entstehen. Die Kosten stiegen bis 1962 auf 3 Milliarden CFA-Franc. Bis zu diesem Zeitpunkt waren etwa 50 Kilometer Straßen, ungefĂ€hr 600 Dienstwohnungen und ein Krankenhaus mit 100 Betten errichtet.cite-ref-9[9]

Vom Westsaharakonflikt bis in die Gegenwart

Ab Mitte der 1970er Jahre verschlechterte sich die Wirtschaftslage des Landes durch die militĂ€risch aussichtslose Teilnahme am Westsaharakonflikt, bei dem Mauretanien von 1976 bis 1979 einen sĂŒdlichen Teil der Westsahara besetzt hielt, und durch mehrjĂ€hrige DĂŒrreperioden. Von 1971 bis 1975 und 1978 bis 1984 sanken die NiederschlĂ€ge auf etwa 70 Prozent unter den Durchschnittswert, pro Jahr drang die WĂŒste acht Kilometer nach SĂŒden vor, weite Landstriche wurden unkultivierbar. Große Teile des Viehbestandes gingen verloren und die nomadisch lebende Bevölkerung des Landes, die bei der UnabhĂ€ngigkeit noch in der großen Mehrheit war, ging bis 1980 auf einen Anteil von 23 Prozent zurĂŒck. Lebten 1960 nur drei Prozent der Bevölkerung in Siedlungen, so waren es 1985 bereits 44 Prozent. Die meisten Migranten zogen nach Nouakchott, viele lebten anfangs noch in Zelten. FĂŒr die Hauptstadt bedeutete dies einen unkontrollierten Bevölkerungsansturm, der zu einem Anwachsen informeller Siedlungen (bidonvilles) und einer der am schnellsten voranschreitenden VerstĂ€dterungsraten im postkolonialen Afrika fĂŒhrte.cite-ref-10[10] Die Zeltsiedlungen an den StadtrĂ€ndern wurden mit den passenden Wortneuschöpfungen „bidotentes“ und „khaimahaillons“ (franz. „Slumzelte“, arab.-franz. „Zelte aus Lumpen“) belegt.cite-ref-11[11]

Zweimal rĂŒckten KĂ€mpfer der Polisario wĂ€hrend des Westsaharakonflikts bis in die Stadt vor. Von einem Lager etwa 70 Kilometer nördlich brach eine kleine Truppe der von al-Wali Mustafa Sayyid geleiteten Einheit (kataeb) am Morgen des 8. Juni 1976 mit einigen Landrovern auf, beschoss eine halbe Stunde lang ungezielt die nördlichen Außenbezirke und kehrte sogleich wieder ins Lager zurĂŒck. Am Abend desselben Tages fuhren sie nochmals nach Nouakchott und feuerten mit grĂ¶ĂŸerer Genauigkeit in den Garten des PrĂ€sidentenpalastes und auf die umliegenden Botschaften. PrĂ€sident Moktar Ould Daddah hatte die Gefahr offensichtlich unterschĂ€tzt, er war erst einen Tag zuvor von einem Staatsbesuch der Kapverden zurĂŒckgeflogen. Der zweite Überfall (ghazzi) fand am Abend des 3. Juli 1977 statt. 45 Landrover fuhren Tag und Nacht von ihrer Basis Amgala (nördlich Bir Moghrein im Ă€ußersten Norden Mauretaniens) etwa eine Woche lang durch, um wieder mit ein paar Mörsergranaten das GelĂ€nde des PrĂ€sidentenpalastes zu treffen. Auf dem RĂŒckweg fĂŒhlten sie sich derart sicher, dass sie die Asphaltstraße nach Norden befuhren und erst vor Akjoujt in die WĂŒste abbogen. Sie gelangten fast ohne Verluste nach Amgala zurĂŒck.cite-ref-12[12]

Der Höhepunkt der Wirtschaftskrise durch den Krieg, den damit verbundenen RĂŒckgang der Eisenerzexporte und durch die seit der Ölkrise 1973 teurer gewordenen Ölimporte war 1978 erreicht. Im Juli wurde der PrĂ€sident durch einen Putsch abgesetzt und spĂ€ter unter anderem wegen „SchĂ€digung der wirtschaftlichen Interessen der Nation“ verurteilt. Nouakchott war von internationaler Nahrungsmittelhilfe abhĂ€ngig geworden.

Bevölkerung

Zum Zeitpunkt der UnabhĂ€ngigkeit war Atar mit 10.000 Einwohnern die grĂ¶ĂŸte Stadt des Landes,cite-ref-13[13] 1962 hatte Nouakchott 5.807 Einwohnercite-ref-14[14], bereits 1963 lag die Hauptstadt mit 13.000 Einwohnern vorn.cite-ref-15[15] Durch das anschließende extreme Bevölkerungswachstum ergaben sich bei der VolkszĂ€hlung 1977 offiziell 134.704 Einwohner, von denen 81.279 in provisorischen UnterkĂŒnften und Zelten (ChaÄ«mas) in den Bezirken Ksar und CinquiĂšme Quartier lebten und ĂŒberwiegend von der UnterstĂŒtzung durch Verwandte abhĂ€ngig waren. In den StĂ€dten des ganzen Landes gab es zu dieser Zeit nur 39.700 ArbeitsplĂ€tze in den modernen Bereichen Industrie, Verwaltung und Handel.cite-ref-hodges-s-261-2-1[2] Die Arbeitslosigkeit ist bis heute sehr hoch.

Die Einwohnerangaben sind möglicherweise unterschĂ€tzt, weil sich viele Neuankömmlinge nicht registrieren lassen und vor allem in den BehelfsunterkĂŒnften in den Randbereichen eine hohe Fluktuation herrscht. 1974 stellte die Stadtverwaltung kostenlos Parzellen zur VerfĂŒgung, die binnen kurzer Zeit mehrmals den Besitzer wechselten, wobei sich der Preis vervielfachte.

1988 betrug die Einwohnerzahl 393.325, eine offizielle SchĂ€tzung ergab 1998 667.300 Bewohner. Nach einer Berechnung war die Zahl der Einwohner 2013 auf 894.403 angestiegen.cite-ref-16[16] 2023 wurde bei einer VolkszĂ€hlung 1.446.761 Einwohner gezĂ€hlt, womit die Einwohnerzahl die Millionenmarke ĂŒberschritt.cite-ref-17[17]

Die Einwohner sind zu annĂ€hernd 100 Prozent sunnitische Muslime. Die einzige christliche Glaubensorganisation ist das römisch-katholische Bistum Nouakchott, das von seinem Sitz in der Hauptstadt fĂŒr das gesamte Land zustĂ€ndig ist.

Stadtbild

Die geografische Mitte der Stadt wird vom Kreuzungspunkt der beiden mehrspurigen Boulevards gebildet, die von einem Schachbrettmuster weiterer breiter Straßen umgeben sind. Die Hauptverkehrsader ist die ost-westlich verlaufende Avenue Abdel Nasser, die westwĂ€rts nach sechs Kilometern am Hafen endet und in östlicher Richtung zunĂ€chst durch ein weitlĂ€ufiges Viertel mit RegierungsgebĂ€uden fĂŒhrt und das Zentrum mit dem drei Kilometer nordöstlich gelegenen internationalen Flughafen verbindet. Die Avenue du GĂ©nĂ©ral de Gaulle durchquert ganz im Norden ein Villengebiet, anschließend das GeschĂ€fts- und Botschaftsviertel und fĂŒhrt sĂŒdlich der Hauptkreuzung durch mehrere Marktviertel bis zum mehrheitlich von Schwarzafrikanern bewohnten CinquiĂšme Quartier im SĂŒden.

Das frĂŒhere, Ksar genannte Dorf ist im heutigen ersten Bezirk Ksar aufgegangen, an dessen Ostrand der Flughafen liegt. Ein Ortszentrum ist nicht mehr erkennbar; planquadratisch angelegte Erdstraßen durchziehen das kilometerlange Meer aus eingeschossigen einfachen WohngebĂ€uden, die sich seitlich der Ausfallstraße nach Atar hinziehen.

Die ursprĂŒngliche Einteilung umfasste nur vier Bezirke. 1986 wurde die Stadt in neun offizielle Bezirke (franz. arrondissements, hassania moughataa) eingeteilt:

‱ Arafat (nach Jassir Arafat und der Ebene ÊżArafāt bei Mekka)
‱ Dar Naim (arabisch „Haus/Land des Naim“)
‱ El Mina (arabisch „Hafen“), auf StadtplĂ€nen auch CinquiĂšme Quartier (französisch „fĂŒnfter Bezirk“)
‱ Ksar (arabisch, al-qaáčŁr, „Burg“, „Festung“)
‱ Riad (Riyadeh, nach der saudi-arabischen Hauptstadt Riad)
‱ Sebkha (hassania, „lehmige Senke“, Sabcha)
‱ Tavragh-Zeina („die schöne Frau“)
‱ Teyarett („Tal zwischen zwei DĂŒnen“)
‱ Toujounine (alter berbersprachiger Ortsname)cite-ref-18[18]

Zwei ĂŒber die neun Bezirke hinaus neu hinzugekommene Stadtteile werden Las Palmas und Tensouelim genannt.

Tavragh-Zeina ist das zentrale Stadtviertel westlich von Ksar. Auf dem Weg vom Flughafen ins Zentrum durchquert die Avenue Abdel Nasser zunĂ€chst einen weitlĂ€ufigen Bereich ohne WohnhĂ€user, in dem sich der PrĂ€sidentenpalast, die Nationalversammlung, Ministerien, das Polizeihauptquartier und eine riesige kubische, weiß gestrichene Freitagsmoschee mit einem Dach aus zehn Kuppeln befinden. Hier wurde 1981 die erste UniversitĂ€t des Landes, die UniversitĂ© de Nouakchott fĂŒr etwa 8000 Studierende eröffnet. Das Nationalmuseum von Mauretanien mit archĂ€ologischen Funden und maurischer Volkskunst ist im selben, von der Volksrepublik China finanzierten GebĂ€ude (Haus der Partei und Kultur) untergebracht wie die Nationalbibliothek.cite-ref-19[19] Vorbei am GebĂ€ude der Post folgen in Richtung der Hauptkreuzung die mauretanische Zentralbank (BMCI Bank), FlugbĂŒros und direkt an der Kreuzung das höchste Bauwerk der Stadt, das etwa zehnstöckige Hotel und Kongresszentrum Al-ChaÄ«ma (arabisch „Zelt“), dessen Name sich durch zwei symbolisch zur Dachbekrönung erhöhte NomadenunterkĂŒnfte rechtfertigt, die auf den Beginn der Stadtentwicklung verweisen. Etwa 200 Meter nordöstlich steht die von Saudi-Arabien errichtete Moschee.

Weitere Hotels, einige gehobenere EinkaufslĂ€den und BotschaftsgebĂ€ude liegen an der Avenue du GĂ©nĂ©ral de Gaulle nach Norden. Nach 1,5 Kilometern in dieser Richtung folgt ein zweites Botschaftsviertel und mit dem neu benannten Bezirk Las Palmas ein Villengebiet mit breiten Straßen und PrivatkindergĂ€rten. Die Sozialunterschiede in Mauretanien sind nirgendwo so deutlich zu sehen wie in der Hauptstadt.

Die ĂŒbrigen Hauptstraßen im „vornehmen“ GeschĂ€ftsviertel tragen ebenfalls zum Zeichen ihrer Bedeutung die Namen großer damaliger StaatsmĂ€nner: Bourguiba, Kennedy, Gandhi oder Lumumba. FĂŒr die Hauptstraßen der sĂŒdlich angrenzenden Medina im Stadtteil El-Mina schienen im ĂŒbernommenen kolonialzeitlichen Denken die heute kaum noch bekannten Namen regionaler Prominenz aus Politik und Geschichte ausreichend zu sein.cite-ref-20[20] Die große Mehrheit der Nouakchotter Straßen trĂ€gt eine Nummer oder ist unbezeichnet und ist zudem nicht asphaltiert.

Der große Markt (MarchĂ© Capitale) bietet in zweigeschossigen BetongebĂ€uden und auf den umliegenden FlĂ€chen ein großes Angebot an Nahrungsmitteln, Stoffen, besonders ObergewĂ€nder der MĂ€nner (Derra’a), Schmuck und Haushaltswaren. In den RĂ€umen des oberen Stockwerks haben sich viele Schneidereien und sonstige Handwerksbetriebe eingemietet. Ein noch grĂ¶ĂŸerer Markt, der CinquiĂšme MarchĂ© findet tĂ€glich rund zwei Kilometer sĂŒdlich statt. Hier lebt eine mehrheitlich schwarzafrikanische Bevölkerung, das Warenangebot beinhaltet dementsprechend auch viel Kleidung aus dem Senegal. Hierzu gehören die leuchtendfarbigen M’boubous der Frauen. In dieser Gegend steht ein von Marokko im Stil der Koutoubia-Moschee errichtetes Gebetshaus. Den Platz davor belegt der einzige große Zeltmarkt des Landes, in welchem Frauen die weißen ChaÄ«ma-Stoffe zusammennĂ€hen.

Östlich der Ausfallstraße nach Rosso liegen die einfachen Wohnviertel mit einstöckigen HĂ€usern, Arafat, und entlang der Straße nach SĂŒden, Riad. Gleichfalls junge Stadterweiterungen Richtung Boutilimit nach Osten sind Toujounine und noch weiter außerhalb Tensouelim. Nördlich des Flughafens Richtung Atar dehnen sich etwa sechs Kilometer vom Zentrum die Stadtteile Dar Naim und Teyarett weiter aus. Sebkha ist ein nah der Stadtmitte im Westen gelegenes Neubauviertel des Mittelstandes. Hier liegt an der Avenue Abdel Nasser das moderne Landeskrankenhaus,cite-ref-21[21] das zur Bauzeit in den 1980er Jahren mit 500 Betten das einzige grĂ¶ĂŸere Krankenhaus des Landes war. Weite ebene FlĂ€chen waren Richtung Meer im Jahr 2010 parzelliert worden und fĂŒr eine zukĂŒnftige Bebauung mit grĂ¶ĂŸeren Wohneinheiten vorgesehen.

Um 1985 plante die ökologisch orientierte, in ganz Westafrika tĂ€tige Architektengruppe A.D.A.U.A. in einem Wohnbezirk eine Mustersiedlung von 115 Wohneinheiten aus kuppelĂŒberwölbten ZiegelhĂ€usern. Ein Ă€hnliches Projekt war das HĂŽpital de KaĂ©di in der gleichnamigen Stadt. Die beabsichtigte Vorbildwirkung auf von der lokalen Bevölkerung zu erstellende WohnhĂ€user blieb bei allen Projekten aus.

Sozial- und Umweltprobleme

Der durchschnittliche Lohn fĂŒr ArbeitskrĂ€fte betrĂ€gt in den Bidonvilles einen US-Dollar pro Tag. 1995 kam es zu dreitĂ€gigen Sozialunruhen, die sich unter den geschĂ€tzten 40 Prozent der Stadtbevölkerung ausbreiteten, die in unzureichenden VerhĂ€ltnissen leben.cite-ref-22[22] Die geringe Zahl regulĂ€rer BeschĂ€ftigungsverhĂ€ltnisse förderte einen ausgeprĂ€gten informellen Sektor. Nach einer Studie von 1981 entsprachen die dort erzielten Einnahmen meistens jenen der angestellt BeschĂ€ftigten oder lagen sogar darĂŒber.cite-ref-23[23]

WĂ€hrend der Regenzeit in den Monaten Juli bis September kommt es regelmĂ€ĂŸig zu Überschwemmungen besonders in den neubesiedelten Ă€ußeren Stadtvierteln. Einige dieser Viertel liegen in flachen Senken, die fĂŒr eine Bebauung ungeeignet sind und ĂŒber keine EntwĂ€sserung verfĂŒgen. Dies gilt fĂŒr alle Gebiete, die weniger als drei Meter ĂŒber dem Meer liegen und in denen der salzhaltige Grundwasserspiegel in der Regenzeit die OberflĂ€che erreicht. Allein in den von Überschwemmung betroffenen Gebieten wuchs die ĂŒberbaute FlĂ€che zwischen 1988 und 2008 um 12,4 kmÂČ.cite-ref-24[24] In manchen Jahren bilden sich Rinnen in den SanddĂŒnen, durch die eine Lagune am SĂŒdrand der Stadt mit Meereswasser gefĂŒllt wird. Dann sind auch die angrenzenden Slumgebiete von Überschwemmung bedroht. FĂŒr das eindringende Meereswasser wird der Ausbau des Hafens ab den 1970er Jahren verantwortlich gemacht. Die Anlage des Hafenbeckens hatte zur Folge, dass eine Sandbarriere entlang der KĂŒste abgeschwemmt wurde und die KĂŒstenlinie zwischen 1989 und 1999 in diesem Bereich um 340 Meter zurĂŒckgewichen ist.cite-ref-25[25]

Aufgrund schlechter WohnqualitĂ€t, unzureichender sanitĂ€rer Ausstattung der Wohnungen, stehender WasserflĂ€chen und Parzellen mit bewĂ€ssertem GemĂŒseanbau innerhalb des Stadtgebiets steigt seit der Jahrtausendwende die Zahl der MalariafĂ€lle. Nach einer 2009 veröffentlichten Untersuchung stammen die meisten Malariaerkrankten (53 von 61 positiven FĂ€llen) aus den beiden nordöstlichen Stadtbezirken Dar Naim und Teyarett.cite-ref-26[26]

Wirtschaft und Infrastruktur

Der Ausbau der Infrastruktur konnte in keiner Hinsicht mit der Bevölkerungszunahme und der Erweiterung der ĂŒberbauten StadtflĂ€che mithalten. Zwischen 1998 und 2008 wuchs die SiedlungsflĂ€che durchschnittlich um 2,77 kmÂČ pro Jahr von 37,42 auf 92,97 kmÂČ. Damit einher ging eine Bevölkerungszunahme von 22.679 Einwohnern pro Jahr.cite-ref-27[27]

Trinkwasser

Das Stadtgebiet liegt hinter KĂŒstendĂŒnen sehr niedrig in Höhe des Meeresspiegels. Von Natur aus war das Grundwasser hier durch die NĂ€he des Meeres und die starke Verdunstungsrate im WĂŒstenklima salzig und nicht als Trinkwasser geeignet. Der Grundwasserspiegel lag nur wenig unter der ErdoberflĂ€che. Der grĂ¶ĂŸte Teil des hĂ€uslichen Abwassers landete in Sickergruben und fĂŒllte den Grundwasserleiter auf. Seit 2011 hat sich die Wasserversorgung aus dem Senegal-Fluss verdreifacht. Erhöhte Leckagen aus dem Wasserversorgungsnetz und erhöhte Abwasserfreisetzung haben die Grundwasseranreicherung erhöht und der Grundwasserspiegel ist um bis zu 0,6 m gestiegen (Mohamed et al., 2017). Große Wohngebiete sind nun ĂŒberflutet und das PhĂ€nomen wird nur dadurch eingeschrĂ€nkt, dass an mehreren Stellen der Stadt stĂ€ndig abgepumpt wird.cite-ref-piahs-28-0[28]

In den Ă€rmeren Bezirken ist eine ausreichende Versorgung mit Trinkwasser nicht gewĂ€hrleistet. Die Stadt erhĂ€lt ihr Wasser aus dem Trarza-Grundwasserleiter bei Idini, 50 Kilometer östlich an der N3 nach Boutilimit. Über eine Hochdruckleitung wird der Hauptwasserturm in der NĂ€he des PrĂ€sidentenpalastes befĂŒllt. Im Jahr 2008 flossen 55.000 mÂł/Tag durch diese Leitung. Von dort werden weitere HochbehĂ€lter mit Wasser versorgt. Entsprechend ihrer Wertigkeit enthalten das zentrale Stadtviertel, bestimmte Industriebetriebe, das MilitĂ€r und Hotels bevorzugt Wasser. Nur wenige Privathaushalte haben einen direkten Wasseranschluss. In AbstĂ€nden von ein- bis zweihundert Metern befinden sich in den Wohnvierteln öffentliche Wasserzapfstellen, an denen das Wasser in Plastikkanister oder FĂ€sser gefĂŒllt und auf Eselkarren zu den Haushalten transportiert wird.cite-ref-29[29]

Da nach einer Studie von 2008 der Trinkwasserbedarf fĂŒr 2010 mit 100.000 mÂł/Tag veranschlagt wurde, also fast doppelt so hoch, wie aus der bislang einzigen Wasserquelle der Stadt zu beziehen war, wurde seit 2001 das Aftout-Saheli-Projekt geplant und 2011 verwirklicht. Seitdem wird Nouakchott auch mit Trinkwasser aus dem Senegal-Fluss ĂŒber eine 180 Kilometer lange Pipeline versorgt.cite-ref-piahs-28-1[28] Das Projekt wurde von der Weltbank und islamischen Banken finanziert. Bis 2020 sollte sich die verfĂŒgbare Trinkwassermenge auf 170.000 mÂł/Tag erhöhen.cite-ref-30[30] Im Jahr 2012 verfĂŒgten ĂŒber 28 Prozent der Stadtbevölkerung nicht ausreichend ĂŒber Trinkwassercite-ref-31[31].

Abwasser

Nur die AbwĂ€sser eines geringen Prozentsatzes der Einwohner (vier Prozent nach einer Untersuchung im Jahr 2000) fließen ĂŒber ein stĂ€dtisches Abwasserleitungssystem der KlĂ€ranlage zu. Der grĂ¶ĂŸte Teil der AbwĂ€sser wird in Senkgruben und Abwassertanks geleitet oder es existiert außer offenen Latrinen ĂŒberhaupt keine Abwasserentsorgung. Durch Bakterien und Schwermetalle verunreinigtes Brauchwasser, das vor allem im Bezirk Sebhka zur BewĂ€sserung von GemĂŒsefeldern verwendet wird, stellt ein Gesundheitsproblem dar.cite-ref-32[32]

ElektrizitÀt

In den ohne Genehmigung errichteten Bidonvilles (kebbĂ©, „MĂŒllhalde“), in denen ca. 40 Prozent der Bevölkerung leben, mangelt es an ElektrizitĂ€t und medizinischer Versorgung. Daneben gibt es den Siedlungstyp der gazra, etwas solidere Wohnviertel mit ungeklĂ€rten Besitztiteln, in denen ein Drittel der Einwohner lebt.cite-ref-33[33] Der von Dieselgeneratoren produzierte elektrische Strom wird landesweit vom einzigen Stromanbieter, der staatseigenen Gesellschaft SOMELEC, zur VerfĂŒgung gestellt. Der Bedarf liegt ĂŒber dem Angebot. Im Jahr 2004 waren 62,5 Prozent der Haushalte in Nouakchott mit elektrischem Strom versorgt, gegenĂŒber 57,6 Prozent landesweit in den StĂ€dten.cite-ref-34[34]

Verkehr

In der gesamten Stadt fehlt ein geregeltes Nahverkehrssystem. Auf einigen Hauptstrecken verkehren private Minibusse, die in katastrophalem Zustand und chronisch ĂŒberfĂŒllt sind. DafĂŒr fungieren viele PKWs als Sammeltaxis. Sie sind ungekennzeichnet und machen sich durch Hupen bemerkbar.

Drei der wichtigsten und lĂ€ngsten Fernstraßen verbinden Nouakchott in alle Himmelsrichtungen mit den entferntesten Gegenden Mauretaniens. Die traditionell wichtigste Straße ist die N2, die in Richtung SĂŒden auf 203 Kilometer LĂ€nge ĂŒber Rosso die Verbindung zum Nachbarland Senegal herstellt. Seit 2005 ist die Straße nach Norden verlĂ€ngert und verbindet als 525 Kilometer lange Asphaltstraße die mauretanische Hauptstadt mit der Hafenstadt Nouadhibou im Norden. Zuvor gab es zwischen den beiden grĂ¶ĂŸten StĂ€dten des Landes nur eine schlechte Piste, die teilweise auf dem Sandstrand verlief.

Die einzige asphaltierte Straße, die das Land in west-östlicher Richtung durchquert, ist die 1100 Kilometer lange als Route de l’Espoir („Straße der Hoffnung“) bekannte N3. Sie fĂŒhrt von Nouakchott nach 262 Kilometern durch den ersten grĂ¶ĂŸeren Ort Boutilimit und endet in NĂ©ma, der letzten Siedlung vor der Grenze nach Mali. Eine weitere Fernstraße ist die N1; sie verlĂ€sst die Hauptstadt in nordöstlicher Richtung ĂŒber Akjoujt (256 Kilometer) und erreicht nach insgesamt 440 Kilometern Atar, die grĂ¶ĂŸte Stadt im nördlichen Hochland.

Bis 2016 lag 1500 Meter östlich des Stadtzentrums das Areal des ersten Internationalen Flughafens Nouakchott. Diese Lage nahe der Innenstadt wurde mit dem starken Wachstum der Stadt immer mehr zum Problem. So wurde 25 Kilometer nördlich der Stadt im Jahr 2016 der Flughafen Nouakchott-Oumtounsy eröffnet und der alte Flughafen zeitgleich stillgelegt. Er bietet zahlreiche internationale und nationale Verbindungen.

Hafen

Zur Stadt gehören ein Strandabschnitt, an dem Fischerboote anlanden, ein Hafen fĂŒr kleinere Schiffe bis fĂŒnf Meter Tiefgang und ein Industriehafen. Sechs Kilometer westlich des Stadtzentrums befindet sich der Fischerhafen Port de PĂȘche oder Plage des PĂȘcheurs; so genannt, weil die Fischerboote in einer gut ein Kilometer langen Reihe nebeneinander auf den Sandstrand gezogen werden. Eine Hafenmole an der ungeschĂŒtzten geraden KĂŒste gibt es nicht. Die Fischer sind ĂŒberwiegend Wolof aus dem Senegal, andere kommen aus benachbarten LĂ€ndern wie Gambia oder Guinea. Die FĂ€nge werden tagsĂŒber, hauptsĂ€chlich am spĂ€ten Nachmittag an Land gebracht und in einer Fischhalle versteigert.

Der Industriehafen liegt sĂŒdlich des Fischerhafens. 1966 wurde die erste Hafenanlage sieben Kilometer sĂŒdwestlich des Stadtzentrums in Betrieb genommen. Sie war fĂŒr ein Handelsvolumen von 50.000 Tonnen pro Jahr ausgelegt. Anfang der 1970er Jahre wurde die KapazitĂ€t auf 200.000 Tonnen erweitert, um das Kupfererz aus dem Abbaugebiet bei Akjoujt verschiffen zu können. Mit einem weiteren Ausbau wurde 1977 eine KapazitĂ€t von 320.000 Tonnen erreicht. Um den Hafen begannen sich einige Industriebetriebe anzusiedeln.

Die Stadt hatte anfangs keinen geschĂŒtzten Hafen, sie war daher auf die Versorgung auf dem Landweg ĂŒber senegalesische HĂ€fen angewiesen. 1967 begannen die Wirtschaftsbeziehungen mit der Volksrepublik China, als Moktar Ould Daddah bei seinem Staatsbesuch in China die Zusage ĂŒber ein Anfangsdarlehen von fĂŒnf Millionen US-Dollar und ein Angebot ĂŒber 200 Tonnen landwirtschaftliche GerĂ€te erhielt. Diese konnten ĂŒber den ein Jahr zuvor in Betrieb genommenen ersten Pier entladen werden. 1974 vereinbarte der mauretanische PrĂ€sident mit China den Bau eines Tiefwasserhafens in StadtnĂ€he fĂŒr 37 Millionen US-Dollar, der bei seiner Fertigstellung 1986 zum umfangreichsten chinesischen Bauprojekt in Afrika nach der Bahnverbindung zwischen Tansania und Sambia (TAZARA) geworden war.

Die Grundsteinlegung fĂŒr den Bau des von China finanzierten neuen Tiefwasserhafens fand im April 1979 statt; bei seiner Einweihung am 17. September 1986 erhielt der Porte Autonome de Nouakchott (PANPA) den Beinamen Port de l’AmitiĂ© („Hafen der Freundschaft“). Der Porte Autonome de Nouakchott verfĂŒgt ĂŒber einen 585 Meter langen Kai mit fĂŒnf Piers bis zu einer LĂ€nge von 180 Metern. Die Haupteinfuhrprodukte des Industriehafens sind Zement, Weizen, Zucker, Mais, Milch und Fertigprodukte jeder Art. Viele Waren sind fĂŒr das Binnenland Mali bestimmt und werden per LKW auf der Route de l’Espoir weitertransportiert. AusgefĂŒhrt werden in erster Linie Gips (50.000 Tonnen im Jahr 2008cite-ref-35[35]) der Gesellschaft SociĂ©tĂ© Arabe des Industries MĂ©tallurgiques (SAMIA) aus einem Abbaugebiet zwischen Nouakchott und Akjoujt. Hinzu kommen als traditionelle Handelsware TierhĂ€ute.cite-ref-36[36]

Kultur

MusikauffĂŒhrungen finden ĂŒberwiegend bei privaten ZusammenkĂŒnften und Feiern der schwarzafrikanischen Bevölkerungsgruppen und der arabisch-berberischen Bidhan statt. GrĂ¶ĂŸere Konzerte werden im Stade Olympique, einem Fußballstadion fĂŒr 40.000 Zuschauer im nördlich des Zentrums gelegenen Botschaftsviertel (an der Route des Ambassades) veranstaltet. Dort traten die bekanntesten mauretanischen SĂ€ngerinnen Dimi Mint Abba (1958–2011) und Malouma (* 1960) auf. Ihre auf Hassania gesungene Musik gehört zur traditionellen Bidhan-Kultur, die von einer speziellen Musikerkaste, den iggāwen mit den Hauptinstrumenten ardin (Winkelharfe der Frauen) und tidinit (Spießlaute der MĂ€nner), alternativ E-Gitarre, dargeboten wird.cite-ref-37[37]

Sport

In Nouakchott spielt der Fußballverein ASC Tevragh ZeĂŻna. Neben dem Stade Olympique existiert ein zweites Fußballstadion, das Stade de la Capitale an der Rue Mohamed Lemine Sakho im SĂŒdosten des Zentrums.

Söhne und Töchter der Stadt

‱ Ely Ould Mohamed Vall (1953–2017), Politiker
‱ Aminetou Mint El-Moctar (* 1956), Menschenrechtsaktivistin
‱ Naha Mint Mouknass (* 1969), Politikerin
‱ Noura Mint Seymali (* vor 1975), Griot, SĂ€ngerin und Spielerin der Winkelharfe Ardin
‱ Youba Ould H’Meïde (* 1976), Leichtathlet
‱ Seydou M’Bodji (* 1979), Fußballspieler
‱ Karamogho Moussa TraorĂ© (* 1982), Fußballspieler
‱ Samba Schutte (* 1983), niederlĂ€ndisch-mauretanischer Schauspieler, Komiker und Autor
‱ Jidou El Moctar (* 1985), Leichtathlet
‱ Mamoudou Athie (* 1988), Schauspieler
‱ Oumar N’Diaye (* 1988), Fußballspieler
‱ Ely Cheikh Voulany (* 1988), Fußballspieler
‱ Bocar Coulibaly (* 1989), Fußballspieler
‱ IsmaĂ«l DiakitĂ© (* 1991), Fußballspieler
‱ Aicha Fall (* 1993), Leichtathletin
‱ Mamadou Niass (* 1994), Fußballspieler
‱ Dahane Beida (* 1991), FIFA-Schiedsrichter

StÀdtepartnerschaften

‱ Mauretanien Atar, Mauretanien
‱ China Volksrepublik Lanzhou, China
‱ Algerien Adrar, Algerien
‱ Spanien Madrid, Spanien

Literatur

‱ Armelle Choplin: Nouakchott. Au carrefour de la Mauritanie et du monde. Éditions Karthala et Prodig, Paris 2009, ISBN 978-2-8111-0239-5.
‱ Tony Hodges: Western Sahara. The Roots of a Desert War. Lawrence Hill Company, Westport CT 1983, ISBN 0-88208-151-9.
‱ Anthony G. Pazzanita, Tony Hodges: Historical Dictionary of Mauritania (Historical Dictionaries of Africa. Vol. 110). 3. Auflage. The Scarecrow Press, Lanham MD u. a. 2008, ISBN 978-0-8108-5596-0.
‱ Nicola Pratt: Nouakchott. In: Michael R. T. Dumper, Bruce E. Stanley (Hrsg.): Cities of the Middle East and North Africa. A Historical Encyclopedia. ABC-Clio, Santa Barbara CA 2007, ISBN 978-1-57607-919-5, S. 284–288.
‱ Catherine Taine-Cheikh: The (R)Urbanization of Mauritania. In: Catherine Miller (Hrsg.): Arabic in the City. Issues in Dialect Contact and Language Variation (Routledge Arabic linguistics Series. Vol. 5). Routledge Chapman & Hall, London u. a. 2008, ISBN 978-0-415-77311-9, S. 35f, 42–46.

Weblinks

Commons

: Nouakchott

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Wikivoyage: Nouakchott

– ReisefĂŒhrer

Einzelnachweise

cite-note-11. ↑ Pratt: Nouakchott. In: Michael R. T. Dumper, Bruce E. Stanley (Hrsg.): Cities of the Middle East and North Africa. A Historical Encyclopedia, 2007, S. 286
cite-note-hodges-s-261-22. ↑ Hodges: Western Sahara. The Roots of a Desert War, 1983, S. 261
cite-note-33. ↑ Advisory Committee on the Sahel: Environmental Change in the West African Sahel. (PDF; 5,2 MB) National Academy Press, Washington 1983, S. 41
cite-note-44. ↑ Ambe J. Njoh: Planning Power. Town Planning and Social Control in Colonial Africa. UCL Press, University College, London u. a. 2007, ISBN 978-1-84472-160-3, S. 93–95.
cite-note-55. ↑ Choplin: Nouakchott. Au carrefour de la Mauritanie et du monde, 2009, S. 65
cite-note-66. ↑ Choplin: Nouakchott. Au carrefour de la Mauritanie et du monde, 2009, S. 66
cite-note-77. ↑ Walter Reichhold: Islamische Republik Mauretanien. Kurt Schroeder, Bonn 1964, S. 85
cite-note-88. ↑ Pazzanita, Hodges: Historical Dictionary of Mauritania, 2008, S. 369
cite-note-99. ↑ Choplin: Nouakchott. Au carrefour de la Mauritanie et du monde, 2009, S. 67f
cite-note-1010. ↑ Pazzanita, Hodges: Historical Dictionary of Mauritania, 2008, S. 370
cite-note-1111. ↑ Choplin: Nouakchott. Au carrefour de la Mauritanie et du monde, 2009, S. 79
cite-note-1212. ↑ Hodges: Western Sahara. The Roots of a Desert War, 1983, S. 244–246
cite-note-1313. ↑ Rainer Oßwald: Die HandelsstĂ€dte der Westsahara. Die Entwicklung der arabisch-maurischen Kultur von Ć inqÄ«t, Wādān, TiĆĄÄ«t und Walāta (= Marburger Studien zur Afrika- und Asienkunde. Serie A: Afrika. Bd. 39). Dietrich Reimer, Berlin 1986, ISBN 3-496-00853-9, S. 477.
cite-note-1414. ↑ Taine-Cheikh: The (R)Urbanization of Mauritania. In: Catherine Miller (Hrsg.): Arabic in the City. Issues in Dialect Contact and Language Variation, 2008, S. 44
cite-note-1515. ↑ Walter Reichhold: Islamische Republik Mauretanien. Kurt Schroeder, Bonn 1964, S. 19
cite-note-1616. ↑ GeoGeral Banco de Dados Geográfico: Cidades da Mauritñnia (Memento vom 5. Juli 2022 im Internet Archive) World Gazetteer
cite-note-1717. ↑ Mauretanien: Regionen, StĂ€dte & urbane Orte - Einwohnerzahlen in Karten und Tabellen. Abgerufen am 25. Februar 2025.
cite-note-1818. ↑ Catherine Taine-Cheikh: Toponymie et urbanisation. (PDF; 1,9 MB) In: Espaces et sociĂ©tĂ©s en Mauritanie actes du colloque de Tours, 19 et 20 octobre 1995. Tours 1998, S. 77–86, hier S. 84f
cite-note-1919. ↑ Thomas Krings: Sahel. Senegal, Mauretanien, Mali, Niger. Islamische und traditionelle schwarzafrikanische Kultur zwischen Atlantik und Tschadsee. DuMont, Köln 1982, ISBN 3-7701-1202-4, S. 191f.
cite-note-2020. ↑ Taine-Cheikh: The (R)Urbanization of Mauritania. In: Catherine Miller (Hrsg.): Arabic in the City. Issues in Dialect Contact and Language Variation, S. 43f
cite-note-2121. ↑ Nouakchott Hospital. (Memento vom 12. Juni 2010 im Internet Archive) ArchNet
cite-note-2222. ↑ Pratt: Nouakchott. In: Michael R. T. Dumper, Bruce E. Stanley (Hrsg.): Cities of the Middle East and North Africa. A Historical Encyclopedia, 2007, S. 287
cite-note-2323. ↑ Francis Cherunilam: The Urban Informal Sector. In: Indian Journal of Industrial Relations, Vol. 17, No. 1, Juli 1981, S. 99–109, hier S. 105
cite-note-2424. ↑ Adama Ouattara: Mauritania and Senegal coastal area urbanization, ground water flood risk in Nouakchott and Land use/land cover change in Mbour area. (Master thesis) Department of Earth and Ecosystem Sciences Physical Geography and Ecosystems Analysis, Lund University (Schweden) 2011, S. 17, 22, 40
cite-note-2525. ↑ Weicheng Wu, Marie-Françoise Courel, Jeannine Le Rhun: Application of Remote Sensing to the Urban Expansion Analysis for Nouakchott, Mauritania. (PDF; 124 kB) Geocarto International, Vol. 18, No. 1, Hongkong, MĂ€rz 2003, S. 21
cite-note-2626. ↑ Khadijetou Mint Lekweiry, Mohamed Ould Abdallahi, HĂąmpatĂ© Ba, CĂ©line Arnathau, Patrick Durand, Jean-François Trape, Ali Ould Mohamed Salem: Preliminary study of malaria incidence in Nouakchott, Mauritania. (PDF; 995 kB) In: Malaria Journal, 5. Mai 2009, S. 4
cite-note-2727. ↑ Adama Ouattara: Mauritania and Senegal coastal area urbanization, ground water flood risk in Nouakchott and Land use/land cover change in Mbour area. (Master thesis) Department of Earth and Ecosystem Sciences Physical Geography and Ecosystems Analysis, Lund University (Schweden) 2011, S. 29
cite-note-piahs-2828. ↑ Mohamed, A. S., Leduc, C., Yeslem, S., Tagarinska, G., and Aichete, S., 19. April 2024: Impacts of climate variations and human influences on groundwater recharge in the semi-arid Trarza aquifer (SW Mauritania)
cite-note-2929. ↑ Philippe Rekacewicz in Le Monde diplomatique, 11. November 2005: Nouakchott – durstige Stadt (Memento vom 5. Dezember 2024 im Internet Archive)
cite-note-3030. ↑ Water and Sanitation Department. North, East, and South Regions. Islamic Republic of Mauritania, Mai 2008: Nouakchott City “Aftout Es Saheli” Drinking Water Supply Projekt (Memento vom 6. April 2012 im Internet Archive) (PDF; 465 kB)
cite-note-3131. ↑ Mohamed Yahya Lafdal, Seydi Malang: Removal, Species Dynamics and Antimicrobial Susceptibility of Motile Aeromonads and Faecal Bacteria during Municipal Wastewater Purification by Activated Sludges under Aride Climate. (PDF; 770 kB) Science Journal of Microbiology, 19. November 2012, S. 1
cite-note-3232. ↑ Abdoulaye Demba N’diaye, Khalid Ibno Namr, Mohamed Ould Sid’ Ahmed Ould Kankou: Assessment of the turbidity from the effluent of WWTP in the vegetable farming area of Sebkha (Nouakchott, Mauritania). (Memento vom 3. Mai 2013 im Internet Archive) (PDF; 77 kB) Basic Research Journal of Soil and Environmental Science Vol. 1(1) MĂ€rz 2013, S. 9
cite-note-3333. ↑ Pierre Robert Baduel: La nouvelle scùne urbaine (Maghreb, France, Etats-Unis). Paris, Tunis 2011, S. 131.
cite-note-3434. ↑ Mohamed Elhacen Ould Khouna: Country Chapter: Mauritania. Deutsche Gesellschaft fĂŒr Internationale Zusammenarbeit (GIZ), 2009, S. 170
cite-note-3535. ↑ 2008 Minerals Yearbook. Mauritania (Abvance Release). (PDF; 289 kB) U.S. Geological Survey, Juli 2010, S. 29.4
cite-note-3636. ↑ Mauritania. OT Africa Line
cite-note-3737. ↑ John Shoup: The Griot Tradition in កassāniyya Music. The ÄȘggāwen. In: Quaderni di Studi Arabi, Nuova Serie, Vol. 2, 2007, S. 95–102